Familientag im Limmersdorfer Forst

Große Augen und Ohren, schnelle Beinchen: Mäuse sind flinke Waldbewohner. Und genauso wie Mäuse den Limmersdorfer Forst erkunden, dazu lädt die Kurier-Stiftung „Menschen in Not“ am Samstag, 19. September ein.

Der Familientag startet gemeinsam mit Förster Albrecht Roth und Harry Wölfel, dem Amphibienexperten, sowie Carina Kolb vom Kreisjugendring zu einem bunten Programm. Beim zweiten Familientag, den die Stiftung ausrichtet, dürfen die Kinder wieder ganz genau hinschauen. Denn der Waldboden mit seinen unzähligen Bewohnern steht im Mittelpunkt einer besonderen Exkursion rund um den von den Staatsforsten angelegten Waldlehrpfad und im Biergarten der Waldhütte.

Los geht es um 12.30 Uhr. Genauso wie die Menschen lieben Waldmäuse natürlich auch Getreide. Und aus Mehl lässt sich wunderbar Brot backen. Kleine, bereits vorbereitete Laibe dürfen die Kinder nach Lust und Laune verzieren, und sie später, wenn sie gebacken sind, mit nach Hause nehmen.

Weiter geht es auf der Spur der Waldmäuse dann hinein in das Unterholz. Bestens ausgerüstet mit Becherlupen zeigt Förster Albrecht Roth, warum der Waldboden so enorm wichtig ist für das sensible Ökosystem. „Für uns Förster ist der Boden unser Aktienkapital“, sagt er, also die finanzielle Grundlage für das Wirtschaften im Wald. Der Boden bleibt immer, auch wenn Bäume gefällt werden, und das seit der letzten Eiszeit, vor rund 10.000 Jahren. Aber der Boden ist auch sensibel. „Jeder Schaden, der dem Boden zugefügt wird, bewirkt eine lange Reparaturphase“, sagt Roth. Der Boden speichert Wasser, das die Pflanzenwelt dringend benötigt und das von den Bäumen bis hinauf in die Wipfel, bis in 30 oder 40 Meter Höhe gepumpt wird.

Doch welche Rolle genau spielen jetzt die Waldmäuse und andere Tiere, die gerne ihr Zuhause unter Wurzelstöcken oder in der lockeren Laubschicht bauen? Mit dem Förster lässt sich das genau erkunden, bevor die Kinder dann zu Klettermäusen mutieren und sich im Niederseilgarten austoben können.

Welche Tiere noch daheim sind im Limmersdorfer Forst wird Amphibienexperte Harry Wölfel an der nächsten Station mitten im Wald erklären. Auch, welche besondere Rolle Kröten, Kreuzottern und Feuersalamander spielen, und auch, wie man diese nützlichen und wichtigen Tiere schützen kann.

Wer im Wald unterwegs ist, findet viele interessante Dinge. Und was man mit Ästen oder Kiefernzapfen machen kann, das zeigt Carina Kolb vom Kreisjugendring mit ihrem Team. Ihren Stand bauen sie direkt im Biergarten neben der Waldhütte auf. Eine Waldschätze-Box kann dabei entstehen, oder Wald-Bommel-Tiere gebastelt werden. Natürlich wird keiner hungrig und durstig bleiben. Eine kleine Pizza, Getränke und ein Eis für jedes Kind sind bei der Anmeldegebühr von 15 Euro (für maximal fünf Personen) mit enthalten.

Mit einem Quiz endet der erlebnisreiche Nachmittag. Tolle Preise, von sigikid-Plüschtieren bis hin zu Kinogutscheinen winken den Gewinnern, die sich ganz viel gemerkt haben bei der Exkursion zu den kleinen und großen Waldbewohnern. 

Anmeldungen für den Familientag am Samstag, 19. September, werden noch bis Freitag, 11. September entgegengenommen. Bei sehr schlechtem Wetter muss die Veranstaltung entfallen. Alle Teilnehmer werden dann informiert.    

Einzelheiten zur Anmeldung finden Sie auf dieser Seite

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