Wir entdecken den Wald
Klein wie eine Waldmaus zwischen den Bäumen schleichen, Schätze suchen, Brot backen und einer Kröte in die bernsteinfarbenen Augen blicken: Das alles wird geboten beim Familientag der Kurier-Stiftung am 19. September rund um die Waldhütte im Limmersdorfer Forst.
Einen Tag im Wald verbringen, ist nicht nur für Erwachsene ein Erlebnis, spätestens seit Waldbaden en Vogue ist. Und der Limmersdorfer Forst lädt geradezu ein. Denn seit es den Waldlehrpfad dort gibt, ist das Gelände ein Spiel- und Entdeckerparadies für Kinder. Und das soll in diesem Jahr im Mittelpunkt stehen, wenn die Kurier-Stiftung „Menschen in Not“ zu ihrem Familientag einlädt, der diesmal einen Tag vor dem Weltkindertag stattfindet.
War es im vergangenen Jahr der Goldberg bei Brandholz, auf dem rund 40 Kinder und ihre Eltern einen wunderschönen Samstagnachmittag zwischen Fledermausquartieren, ehemaligen Bergbaustollen und Goldsand verbrachten, und ihren Spaß hatten, wird es in diesem Jahr die Waldhütte im Limmersdorfer Forst sein, in deren Umfeld am Samstag, 19. September so einiges geboten wird.
Unter der Überschrift „Wir entdecken den Wald“ geht es zunächst einmal darum, etwas sehr Nahrhaftes zu schaffen. Gemeinsam mit Brotsommelier Florian Pausch, der kleine Brotlaibe vorbereitet hat, wird der Teig von den Kindern verziert, und Waldhütten-Pächter Stephan Rösch schiebt die Brote danach in den Ofen.
Während langsam aromatischer Brotduft durch die Luft zieht, machen sich die Kinder auf zu den verschiedenen Stationen. Der Waldlehrpfad, der direkt gegenüber der Waldhütte beginnt, bewacht von zwei beeindruckenden, hölzernen Feen, bietet sich für kleine Exkursionen an. Von den Staatsforsten geschaffen, finden sich am Wegrand kleine Pavillons, Stehtische und Bänke, aber auch Schaukeltiere in Form eines Frischlings für kleine Kinder und erklärende Tafeln.
Und dort startet Förster Albrecht Roth vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Wie Waldmäuse schleichen die Kinder zwischen den Bäumen. Becherlupen, die vorher ausgeteilt werden, helfen dabei, das Bodenleben zu erkunden. Natürlich werden die kleinen Asseln und Spinnentiere danach wieder in die Freiheit entlassen. Die richtig großen Waldbewohner, wie Reh und Wildschwein oder Eule, die sehr zurückgezogen leben, können die Kinder in Form von metallenen Figuren sehen, die verstreut im Wald aufgestellt sind. Und auch dazu weiß Förster Roth einiges zu erzählen.
Wenige Schritte weiter lockt dann ein Niederseilgarten mit Balancierstationen und Harry Wölfel vom Terrarienclub Bayreuth macht mit der Amphibienwelt im Limmersdorfer Forst vertraut. Auf eine Besonderheit hier wird bereits bei der Anreise aufmerksam gemacht. Am Straßenrand finden sich Schilder mit dem Hinweis, dass Kreuzottern den Weg kreuzen könnten. Unter Anleitung des Schlangenexperten Wölfel wurden vor Jahren in einem alten, aufgelassenen Steinbruch junge Kreuzottern ausgesetzt. Die früher weitverbreitete Kreuzotter zählt zwar zu den Giftschlangen, doch ist sie weit mehr „gefährdet als gefährlich“, sagt Wölfel. Keiner muss an diesem Nachmittag Angst haben. Harry Wölfel wird zwar auch lebende Schlangen zeigen, aber nur hinter Glas. Der professionelle Reptilienexperte möchte in erster Linie Verständnis und Interesse wecken für diese Waldbewohner, zu denen beispielsweise auch Kröten und Feuersalamander gehören.
Mit vielen spannenden und neuen Erkenntnissen geht es dann zurück in Richtung Waldhütte. Dort hat der Kreisjugendring mit Carina Kolb seine Station aufgebaut. Denn auch mit Waldschätzen lassen sich wunderschöne Dinge basteln. Und damit niemand hungrig oder durstig bleibt an diesem Tag, gibt es Getränke, eine kleine Pizza und eine Portion Eis.
Zu guter Letzt wartet noch eine Verlosung, um den spannenden Nachmittag mitten im Wald abzurunden. Und natürlich darf dann auch jeder – neben einer kleinen Geschenketüte – sein frisch gebackenes Brot mit nach Hause nehmen.
Anmeldungen für den Familientag „Wir entdecken den Wald“ bei der Waldhütte im Limmersdorfer Forst ab Mitte August. Nähere Infos dazu auf dieser Seite.
Hier ist der Bericht zum letztjährigen Entdeckertag nachzulesen.

