Danken und teilen
Es ist die Faustregel bei Kindergeburtstagen: so viel Gäste wie Lebensjahre. Ernst Görl hat das auch im Alter beibehalten: seinen 80. Geburtstag feierte er mit 80 Gästen bei einem ausgelassenen Sommerfest in Weiher bei Hollfeld. Der Jubilar ist überall gut bekannt und seine Meinung ist gefragt und geschätzt. Vier Kinder hat er gemeinsam mit seiner Frau Renate und sieben Enkelkinder sind inzwischen dazugekommen. Weil ihm die Dorfgemeinschaft schon immer ein Anliegen war und auch heute noch ist, waren am Ehrentag viele Gratulanten gekommen, darunter auch zwei Pfarrer, die ihn mit einem kleinen Feuerwerk überraschten. Dazu wurde die sechste Sinfonie von Ludwig van Beethoven gespielt, in der dem Landleben ein klangliches Denkmal gesetzt wird. Und Ernst Görl fühlt sich wohl auf dem Land. Er hatte das landwirtschaftliche Anwesen in Weiher, das er inzwischen längst an seine Kinder weitergegeben hat, einst von seinen Eltern übernommen. Dass drei von ihnen den Bio-Hof mit dem Schwerpunkt Gemüseanbau weiterführen, macht ihn sichtlich stolz. Und dabei war der Jubilar bei weitem nicht immer als Landwirt tätig. Nach seiner Ausbildung zum Landwirt schulte er um und wurde Jugendpfleger und Sozialarbeiter in Bamberg. 20 Jahre lang war er dann in Burgkunstadt in der Behindertenwerkstatt tätig und danach wieder in der Landwirtschaft.
Seinen 80. Geburtstag stellte er unter das Motto: Danken und teilen. Statt Geschenke, bat er um Spenden für die Kurier-Stiftung „Menschen in Not“. 1.200 Euro kamen an diesem Fest zusammen. Dafür ein herzliches Dankeschön und für das neue Lebensjahr möglichst viele unbeschwerte Stunden bei bester Gesundheit!
Unser Bild zeigt den Jubilar mit (von links) Stiftungs-Vorsitzender Gabi Schnetter, die die Spende entgegennahm, seiner Frau Renate und den drei Enkeln Fritz, Alois und Wendelin.

