Er ist nicht zu bremsen ...

Der Europa-radelnde Uwe Prokscha hat Bayreuths Partnerstadt Tekirdag in der Türkei erreicht. Und hier nicht nur die 18.000-Kilometer-Marke geknackt, sondern auch ein soziales Miteinander gefunden, das ihn begeistert. Herzlich empfangen wird Uwe Prokscha in der Partnerstadt. „Die Gastfreundschaft hier ist unglaublich“, schreibt er in seinem Reisebericht.

Die kleine Pause tut Prokscha gut. Bei Wind und Wetter hat er sich in den vergangenen Tagen an der griechischen Küste entlang bis in die Türkei durchgekämpft. Nicht ohne Schwierigkeiten. Vor allem von verwilderten Hunden, die gleich rudelweise auftreten, wird er immer wieder verfolgt. „Das ist schon etwas, das mir Angst macht“ sagt er.

Beim Barbier in Tekirdag lässt er sich die Haare schneiden und auch sein Käppi, das ihn durch ganz Europa begleitet, wird praktischerweise gleich unter der Dusche im neuen Quartier gewaschen. So gerüstet, feiert Prokscha im beginnenden Ramadan, dem Fastenmonat der Muslime, das abendliche Fastenbrechen gemeinsam mit Tausenden unter freiem Himmel. Der stellvertretende Bürgermeister von Tekirdag, Burak Bogac Baykal, präsentiert stolz die Gemeinschaftsküche, in der täglich rund 2.000 Essen zubereitet werden, die dann auf Klapptischen serviert werden.

Im Ramadan, wenn das abendliche Fastenbrechen gerne in Gemeinschaft zelebriert wird, sind das auch mal rund 7.500 Essen, erklärt Boyac Baykal und führt seinen Gast Uwe Prokscha stolz durch die Großküche, die auf Kosten der Kommune betrieben wird.  Auf diese Weise werden das ganze Jahr über Bedürftige versorgt. „Das hat Tradition in der Türkei.“

Teilweise werden die Speisen auch direkt zu Bedürftigen, die nicht mehr mobil sind, geliefert, sagt der stellvertretende Bürgermeister. Gereicht werden meist Suppe, Oliven, Käse, Salat und Fladenbrot, aber auch andere Speisen. Das Fastenbrechen beginnt mit dem Adhan, dem Gebetsruf des Imam aus der Moschee, der das Ende des Fastentages markiert.

Auch der Bayreuther SPD-Stadtrat Halil Tasdelen, der für Uwe Prokscha den Kontakt nach Tekirdag vermittelt hat,  sagt: „Ich liebe den Fastenmonat, den Monat des Besinnens und der Zuwendung.“ Toleranz und Großzügigkeit, so wie sie Uwe Prokscha  erlebt, seien ein wesentlicher Bestandteil der muslimischen Kultur. Und während des Ramadans werde beim gemeinsamen Essen die Gemeinschaft gestärkt.

Ein beeindruckendes Erlebnis für Uwe Prokscha, der mit seiner Europa-Radtour auch eine soziale Idee verbindet. Er sammelt  Spenden für die Kurier-Stiftung „Menschen in Not“  und hat bereits einige Sponsoren gefunden, die bereit sind, pro gefahrenen Kilometer zu zahlen.   

Inzwischen ist Prokscha in Istanbul angekommen, der letzten großen Station auf seiner Tour. Über Bulgarien und Serbien wird er die Heimreise antreten. Wenn alles gut geht, stehen dann rund 22 000 Kilometer auf dem Fahrradtacho.

Was Uwe Prokscha bisher erlebt hat, lesen Sie hier

Mit einer Spende unterstützt haben das Vorhaben:

Sparkasse Bayreuth: Sparkassen-Vorstand Markus Demel spendet 1.000 Euro und sagt: „Als regionale Sparkasse ist es uns ein Anliegen, inspirierende Initiativen zu fördern. Die beeindruckende Benefiz-Tour um die Grenzen Europas zeigt nicht nur sportlichen Ehrgeiz, sondern setzt auch ein starkes Zeichen für Zusammenhalt und Verantwortung. Wir freuen uns, mit unserer Spende Uwe Prokscha Rückenwind zu geben und wünschen „Uwe on tour“ viel Erfolg.“

artus Ingenieure GmbH: Ein Freund aus seiner aktiven Zeit, der geschäftsführende Gesellschafter der Firma artus Ingenieure, Peter Glenk, war völlig überrascht von Prokschas Anruf aus Norwegen. „Eine grandiose Idee“, sagt er. „Ich habe ihm versprochen, dass ich in Bilbao zwei Tage mit ihm gemeinsam radeln werde.“ Und auch er spendet sofort 1.000 Euro. Wieder ein Ansporn.

FBG – Fränkische Baugesellschaft Freileitungsbau und Elektroinstallation GmbH: Stefan Gavranovic, der Geschäftsführer der FBG: „Ich habe großen Respekt vor dieser Leistung und vor allem, dass er denen helfen möchte, die in Not geraten sind. Plötzlich Hilfe zu brauchen, das kann jedem passieren. Umso wichtiger ist diese Unterstützung. Die Firma FBG übernimmt 50 Cent pro gefahrenen Kilometer.“

STIEFLER + SEILER PartGmbB, Dietmar Stiefler: „Über 20 Jahre lang haben wir mit der Gewog und dem damaligen Geschäftsführer Uwe Prokscha vertrauensvoll zusammengearbeitet. Seine Idee, etwas für in Not geratene Menschen in der Region zu tun, finden wir toll und unterstützen das gerne. Es ist wichtig, dass es solche Einrichtungen gibt.“

Jürgen Kastner, Geschäftsführer der GEWOG Wohnungsbau- und Wohnungsfürsorgegesellschaft der Stadt Bayreuth mbH, schreibt: „Gerne unterstütze ich Dich bei Deinem Projekt, Europa zu umrunden, natürlich leistungsorientiert, das ist für Dich ja nichts Neues. Die GEWOG ist bereit, 50 Cent pro gefahrenen Kilometer zu zahlen. Und ich denke, da wird noch der eine oder andere Spender mit an Bord kommen, so dass am Schluss ein stolzer Betrag für die Stiftung „Menschen in Not“ zusammenkommt. Dir wünsche ich weiterhin viel Erfolg und vor allem Durchhaltevermögen und beste Gesundheit.“

… und mehrere private Spender, deren Namen wir aus datenschutzrechtlichen Gründen hier leider nicht nennen dürfen.

Allen Unterstützern sagen wir von Herzen DANKE! Wer an die Kurier-Stiftung „Menschen in Not“ spenden möchte, kann das unter dem Stichwort „Uwe on tour“ machen. Unsere Bankverbindungen finden Sie oben.

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