Das war 2025
Vorankommen und helfen: Das Jahr 2025 war für die Kurier-Stiftung „Menschen in Not“ mit vielen Aufgaben verbunden. Bereits Ende September lagen die Einnahmen aus Spenden und Aktionen bei rund 217.000 Euro, eine stolze Summe, die viel ermöglichte.
Viel Geld, das die Stiftung auch in diesem Jahr für die Unterstützung bedürftiger Menschen aufgewendet hat. Und da ist die Bandbreite groß. Allein in elf Fällen – im vergangenen Jahr waren es nur vier – mussten Mietschulden übernommen werden, um Räumungsklagen zu verhindern. Dafür gab es etwas weniger Probleme wegen Stromsperrungen. In 14 Fällen (Vorjahr 19) griff die Stiftung ein, damit es in den Wohnungen nicht dunkel blieb. In sechs Fällen wurden Beiträge geleistet, um die Anschaffung von Gebrauchtfahrzeugen zu ermöglichen, einmal auch die Anschaffung eines E-bikes, mit dem der neue Besitzer zur Arbeit fahren konnte. Ein immer wichtiger werdender Aspekt: finanzielle Überbrückungshilfen. Dabei ging es um Zuschüsse zum Lebensunterhalt, Zuzahlung für Medikamente oder Heilbehandlungsmaßnahmen, Kosten für Brillen oder Hörgeräte, aber auch unverschuldet entstandene Umzugskosten, die von der Stiftung übernommen wurden.
Prozentual betrachtet, entfallen fast 41 Prozent der ausgegebenen Spendenmittel auf diese Basisarbeit, etwa 45 Prozent auf Projektförderung, knapp zehn Prozent auf die Finanzierung von Lebensmittelgutscheinen und immerhin knapp fünf Prozent auf die Finanzierung von notwendigen Einrichtungsgegenständen wie Betten. Dank der Tatsache, dass der Verlag Nordbayerischer Kurier sämtliche Nebenkosten für die Stiftung übernimmt, ist gewährleistet, dass jeder gespendete Cent auch bei bedürftigen Menschen ankommt.
Vorankommen bedeutet für die Stiftung auch oft die Finanzierung von Fahrzeugen. So bekam beispielsweise die Stadtmission Bayreuth einen VW-Bus, der sowohl für den Transport von Lebensmitteln als auch von Möbeln eingesetzt werden kann. Und dank Rampe ist es auch machbar, Menschen mit ihren Rollstühlen zu fahren. Für die „Bayreuther Schutzengel“ war die Anschaffung eines Cargo Runners wichtig, denn sie transportieren in erster Linie kleinere Möbel oder Elektrogeräte. Quasi Rettung in letzter Sekunde war der Neukauf eines Transporters für die „Hollfelder Helfer“. Das alte Fahrzeug war schon fast nicht mehr fahrbereit. Mit dem neuen Wagen können Lebensmittel abgeholt, aber auch ausgeliefert werden, wenn Familien oder Senioren nicht mobil sind, um zu den Öffnungszeiten in den Laden der „Hollfelder Helfer“ zu kommen.
Für ein weiteres Jahr hat die Stiftung die Auftritte der Klinik-Clowns in der Kinderklinik Bayreuth finanziert, aber auch bei der Powerwoche des Vereins Hippoteam in Gubitzmoos bei Hummeltal Unterstützung geleistet. Etwas ganz Besonderes war die gemeinsame Finanzierung des Snoezelenraumes (Entspannungs- und Erlebnisraum) für das Lebenswerk der Diakonie. Ein weiterer Lichtblick für das Förder- und Betreuungsangebot für erwachsene Menschen mit Behinderungen. Der Neubau der Diakonie wurde im Juni 2025 offiziell seiner Bestimmung übergeben. Die alte Werkstatt war im Sommer 2020 einem Brand zum Opfer gefallen.
Vorankommen, das ist auch das Stichwort für Uwe Prokscha, den früheren Geschäftsführer der GEWOG Bayreuth. Er ist auf Europa-Radltour und bittet um Spenden für die Stiftung. Inzwischen ist er in Frankreich und hat – nach acht Monaten – gut zwei Drittel der Strecke geschafft. Freunde und ehemalige Geschäftspartner hat er animiert, eine gewisse Summe pro gefahrenen Kilometer zu zahlen – und damit einiges an Spenden bekommen für Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. „Und die gibt es überall“, appelliert Prokscha, der Unermüdliche, der im Frühjahr 2026 wieder heimkehren will. Seine Tour-Erlebnisse hat er in Form von bebilderten Tagebüchern festgehalten, die Sie hier nachlesen können.
Nur dank solcher Förderer sowie zahlreicher Freunde, die uns teilweise schon seit vielen Jahren mit Benefizveranstaltungen helfen, und mit der Hilfe unzähliger Spender und Unterstützer ist es der Kurier-Stiftung möglich, schnell, unbürokratisch und unkompliziert zu helfen. Direkt hier in unserer Region. Das ganze Jahr über. Dafür ein herzliches Dankeschön!
Bilder von der Fahrzeugübergabe an die „Hollfelder Helfer“

