Von unserem Vorstandsmitglied Gabi Schnetter

„Ich bin zäh,“ sagt die alte Dame leise. „So schnell kriegt man mich nicht unter.“ Und sie erzählt von der Lungenentzündung, die sie in diesem Frühjahr ins Krankenhaus brachte und auch danach noch über viele Wochen ans Haus fesselte, und dass es nun langsam wieder aufwärts gehe.

Warum Sie mich angerufen hat? Sie wollte sich bedanken für eine großartige Weihnachtsüberraschung, wie sie mir sagt. Sie ist eine von den 120 Senioren, die sich riesig gefreut haben über einen Einkaufsgutschein zum Weihnachtsfest. Verschickt hat sie die Kurier-Stiftung Menschen in Not, dazu noch weitere fast 550 Lebensmittelgutscheine. Und 330 Briefe gehen an Kinder. Sie konnten sich entweder einen Kinobesuch wünschen oder ein Buch.

Auch in diesem Jahr war es wieder einmal nicht möglich, Wünsche direkt zu erfüllen, wie es bisher immer war. Und  es gab auch so manchen Missmut. Ein älterer Herr gibt seinen Gutschein zurück. „Was soll ich damit,“ sagt er. „Ich bin ungeimpft.“

Kein Wunschbaum, der in der Kurier-Geschäftsstelle stand, von dem man Kinderwünsche pflücken und dann einkaufen gehen konnte. Keine liebevoll eingepackten Geschenke, die dann weitergereicht wurden. Nein. Soziale Kontakte vermeiden, das ist die Devise, die gerade in diesen Tagen wieder verstärkt die Runde macht.   

Vielleicht sollten auch wir von der Kurier-Stiftung von der alten Dame lernen. Oh ja, auch wir sind zäh. Uns kriegt man nicht so schnell unter. Noch sind uns die Ideen nicht ausgegangen, wie man  Corona ein Schnippchen schlagen und  ein bisschen Weihnachtsfreude zu den Menschen bringen kann.

Ihnen allen, Spendern ebenso wie den Empfängern, wünsche ich ein frohes  Weihnachtsfest!

 

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