Eine Herausforderung für Radlerwaden: die ligurische Küste

Die ligurische Küste ist hart – für Radlerwaden: Viele Höhenmeter sind zu bewältigen. Und Uwe Prokscha, der Europa-Radler,  kämpft außerdem gegen Regen und Kälte, mit ungewöhnlichen Mitteln.

15.000 Kilometer stehen auf dem Fahrradtacho von Uwe Prokscha. „Drei Viertel der Strecke ist geschafft.“ 15.000 von geschätzt über 20.000 Kilometern, so zumindest hat es sich der ambitionierte ehemalige GEWOG-Geschäftsführer ausgerechnet für seine Europa-Umrundung. Für seinen Herzenswunsch im Ruhestand. Immer an der Küste entlang. Seit neun Monaten ist er nun unterwegs, 15 Länder hat er kennengelernt. Was er bisher erlebt hat, hätte er sich nicht im entferntesten vorstellen können, sagt er heute und erinnert sich an die ersten Tage durch das Fichtelgebirge in Richtung Chemnitz. Sehr schnell reifte die Erkenntnis, dass es besser ist, nicht unbedingt jeden Tag 100 Kilometer oder mehr zu schaffen. Aufgeben war trotz allem nie eine Option.  Mit bewundernswerter mentaler Stärke kämpfte Uwe Prokscha auch immer wieder gegen das Wetter an.        

Und jetzt Italien. Ligurien um genau zu sein. Von Genua nach Sestri Levante, gegen Sturm und Regen. Uwe Prokscha radelt  noch zusätzlich mit dem Schlafanzug unter Pullover und Jacke. „Bringt ein bisschen mehr Wärme.“ Immer wieder mal ein Boxenstopp in einem Café. Aufwärmen.

Doch es soll noch heftiger werden. Von Sestri Levante nach La Spezia, der Bayreuther Partnerstadt, „das war echt hart. Vier Stunden lang, ein nicht enden wollender Anstieg,“ schreibt er in seinem Reisetagebuch. Nachdem er die 15.000 Kilometer voll gemacht hat, steigt der Tacho aus. La Spezia dagegen freut sich über den überraschenden Besuch aus der Partnerstadt. Trotz der Kurzfristigkeit wird Uwe Prokscha im Rathaus willkommen geheißen. Chiara Cozzani, Präsidentin des italienisch-deutschen Kulturvereins, begleitet ihn in ihre Stadt. Ein Selfie vor dem Denkmal für Richard Wagner, das der russische Künstler Aidyn Zeinalov geschaffen und das 2019 zur Feier der Städtepartnerschaft mit Bayreuth aufgestellt wurde, das muss natürlich sein. Eine Gedenktafel am Palazzo Doria erinnert an Wagners Aufenthalt und seine Inspiration für das Rheingold.

Und ein Museum dürfen sie Uwe Prokscha auch nicht vorenthalten – wie könnte es anders sein in der Radfahrnation Italien: das Museo del Ciclismo Adriano Cuffini. Mit einem Trikot – „als Geschenk für wärmere Tage“ – überreicht von Antonio und Giancarlo Zoppi, macht sich Prokscha wieder auf den Weg. Pisa heißt das nächste Ziel. Regnerisch und windig ist das Wetter, „aber dafür geht es flach weiter, das ist fast wie eine Belohnung“, meint Prokscha, dem die Anstrengungen der vergangenen Tage in den Knochen stecken. Die berühmten Marmor-Steinbrüche sind kaum zu erkennen, liegen im Nebel verborgen. Doch ankämpfen gegen Widrigkeiten, das ist für Uwe Prokscha ja schon fast normal.

Was Uwe Prokscha bisher erlebt hat, lesen Sie hier

Mit einer Spende unterstützt haben das Vorhaben:

Sparkasse Bayreuth: Sparkassen-Vorstand Markus Demel spendet 1.000 Euro und sagt: „Als regionale Sparkasse ist es uns ein Anliegen, inspirierende Initiativen zu fördern. Die beeindruckende Benefiz-Tour um die Grenzen Europas zeigt nicht nur sportlichen Ehrgeiz, sondern setzt auch ein starkes Zeichen für Zusammenhalt und Verantwortung. Wir freuen uns, mit unserer Spende Uwe Prokscha Rückenwind zu geben und wünschen „Uwe on tour“ viel Erfolg.“

artus Ingenieure GmbH: Ein Freund aus seiner aktiven Zeit, der geschäftsführende Gesellschafter der Firma artus Ingenieure, Peter Glenk, war völlig überrascht von Prokschas Anruf aus Norwegen. „Eine grandiose Idee“, sagt er. „Ich habe ihm versprochen, dass ich in Bilbao zwei Tage mit ihm gemeinsam radeln werde.“ Und auch er spendet sofort 1.000 Euro. Wieder ein Ansporn.

FBG – Fränkische Baugesellschaft Freileitungsbau und Elektroinstallation GmbH: Stefan Gavranovic, der Geschäftsführer der FBG: „Ich habe großen Respekt vor dieser Leistung und vor allem, dass er denen helfen möchte, die in Not geraten sind. Plötzlich Hilfe zu brauchen, das kann jedem passieren. Umso wichtiger ist diese Unterstützung. Die Firma FBG übernimmt 50 Cent pro gefahrenen Kilometer.“

STIEFLER + SEILER PartGmbB, Dietmar Stiefler: „Über 20 Jahre lang haben wir mit der Gewog und dem damaligen Geschäftsführer Uwe Prokscha vertrauensvoll zusammengearbeitet. Seine Idee, etwas für in Not geratene Menschen in der Region zu tun, finden wir toll und unterstützen das gerne. Es ist wichtig, dass es solche Einrichtungen gibt.“

Jürgen Kastner, Geschäftsführer der GEWOG Wohnungsbau- und Wohnungsfürsorgegesellschaft der Stadt Bayreuth mbH, schreibt: „Gerne unterstütze ich Dich bei Deinem Projekt, Europa zu umrunden, natürlich leistungsorientiert, das ist für Dich ja nichts Neues. Die GEWOG ist bereit, 50 Cent pro gefahrenen Kilometer zu zahlen. Und ich denke, da wird noch der eine oder andere Spender mit an Bord kommen, so dass am Schluss ein stolzer Betrag für die Stiftung „Menschen in Not“ zusammenkommt. Dir wünsche ich weiterhin viel Erfolg und vor allem Durchhaltevermögen und beste Gesundheit.“

… und mehrere private Spender, deren Namen wir aus datenschutzrechtlichen Gründen hier leider nicht nennen dürfen.

Allen Unterstützern sagen wir von Herzen DANKE! Wer an die Kurier-Stiftung „Menschen in Not“ spenden möchte, kann das unter dem Stichwort „Uwe on tour“ machen. Unsere Bankverbindungen finden Sie oben.

Nach oben scrollen